AVA (Auswahl Glasvasen), seit 2013


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1. es-Edition:
AVA
74 von 98 Glasvasen (Unikate), signiert, nummeriert, datiert
und über 100 Glasblätter (Unikate), signiert und datiert
seit 2013
in Zusammenarbeit mit dem Glasbläser Thomas Blank, Bümpliz
© Elisabeth Schwarzenbeck

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2. es-Edition:

AVA BIANCA
5 von 98 Porzellanvasen (Guss), signiert, nummeriert
und 6 Porzellanblätter (Unikate)
seit 2015
in Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan Manufaktur Nymphenburg, München
© Elisabeth Schwarzenbeck

Der Bilder-Upload zur 2. es-Edition AVA BIANCA erfolgt in Kürze.


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Text zur 1. es-Edition AVA
anlässlich der Erstpräsentation im Kornhausforum Bern
13. bis 15. Juni 2014

AVA – die Vase und ihre Vasallen

Die Berner Gestalterin Elisabeth Schwarzenbeck präsentiert unter dem Eigenlabel "es" als 1. Edition die Vase AVA. AVA ist ein schimmerndes Glasobjekt, das zusammen mit Glasblättern und Blumen bis hin zu einem geradezu barocken Stillleben arrangiert werden kann. Ein Blick in den Entstehungsprozess.

Am Anfang waren die Sandsteinmauern, die die Gärten der Berner Altstadt terrassieren. Wenn der Stein etwas verwittert ist, bildet er den Boden für anspruchslose Pflänzchen, die sich dann in filigranen Ranken über den Stein ergiessen. Diese Verbindung von Natur und Kunst fasziniert die Berner Gestalterin Elisabeth Schwarzenbeck, und die wiederholte Beobachtung des unscheinbaren Phänomens regte sie dazu an, Objekte zu formen, die das Pflanzlich-Rankende nicht abbildeten, sondern nachahmten. Aber wie sollte das materialisiert werden? Nach und nach keimte die Idee, die Pflanzenobjekte aus Glas fertigen zu lassen.

"Nimm 60 Teile Sand..." Vom Sandstein also zum Glas – wobei ja das älteste Rezept für Glas lautet: "Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen, 5 Teile Kreide – und du erhältst Glas". So einfach geht die Glasherstellung, folgt man dem Rezept aus der Tontafelbibliothek des assyrischen Königs Ashurbanipal um 650 vor Christus. Die Zutaten stimmen im Prinzip auch heute noch: Glas besteht grob gesehen aus einem Gemisch von Quarzsand, Kalk (Kalziumkarbonat), Soda und Pottasche (Kaliumkarbonat – ein Salz, das früher aus Asche gewonnen wurde). Dieses Gemisch schmilzt bei hohen Temperaturen zu Glas. Alle diese Stoffe kommen in der Natur vor. Wiederum verbinden sich Natur und Kunst.
Der Besuch in einer Glasbläserei in Murano war aber dann etwas ernüchternd, weil Glas sich zwar äusserst vielfältig formen lässt, die filigranen Pflanzenranken aber dann doch allzu fein entworfen waren.

Niederländische Stillleben stehen Pate Elisabeth Schwarzenbeck legte das Projekt beiseite, der Gedanke, mit Glas zu gestalten blieb aber virulent, und das während zwei bis drei, ja vier Jahren. Neue Formen gediehen, Blätter wie diejenigen des Agapanthus, die, wiederum aus Glas geformt, büschelweise wie aus der Wand wachsen sollten, jedes individuell geformt und nach einem speziellen Farbkonzept verschieden eingefärbt. Es folgten erste Versuche mit dem in Bern-Bümpliz tätigen Glasbläser Thomas Blank. Und siehe da: Da schimmerten die Glasblätter, leuchteten im Licht, ganz entsprechend der ursprünglich germanischen Bedeutung von Glas: "das Glänzende, Schimmernde".
Dennoch ging die Suche weiter. Zur Faszination für den Werkstoff Glas kam jene für die niederländischen Stillleben des 17. Jahrhunderts hinzu. Deren Üppigkeit war zwar in den Formen der Blätter bereits nachgezeichnet, die Blätter bildeten aber noch kein in sich geformtes Ensemble. Die springende Idee war dann, wie so häufig, eigentlich eine nahe liegende: Wenn die Blätter von einer Vase gehalten sind, gewissermassen aus ihr herauswachsen, dann ergibt sich ein Objekt, das wirkt wie ein Stillleben.

In der Glasbläserei in Bern-Bümpliz Die Vase war geboren, noch jedoch nicht geformt. Denn Glasvasen gibt es seit Jahrtausenden in allen Formen, und Elisabeth Schwarzenbeck wollte, dass eine Art Urform der Vase die Blätter halten sollte. Zudem musste die Form so entwickelt werden, dass die Vase statisch und funktional im Stande wäre, die Blätter zu halten und diese zugleich so leicht wie natürlich aus dem Gefäss herauswachsen könnten.
Erste Skizzen entstanden. Es folgten wiederum Versuche mit dem Glasbläser Thomas Blank. Jetzt war ein Prototyp dann relativ bald da: die Vase AVA.
Und so kann das Glasobjekt AVA etwa derart beschrieben werden: Die Form ist klar, schlicht und unverkennbar, ja geradezu klassisch. Die Farben sind für jedes Einzelobjekt nach dem genauen AVA-Farbkonzept individuell gemischt. Farblich changieren die Vasen je nach Licht in feinen Tönen und Schimmerungen – in der genauen Bedeutung dessen, was Glas heisst. Das gilt auch für die Glasblätter, die sich durch ihren individuellen, organisch rankenden Schwung auszeichnen und lose in die Vase eingestellt werden können und so bildhaft die Vasallen der Vase sind.
In der Glasbläserei von Thomas Blank werden alle Exemplare der auf 98 Stück limitierten AVA-Edition in enger Zusammenarbeit mit der Gestalterin und mit Monika Blank nach traditionellen Verfahren einzeln hergestellt und von Elisabeth Schwarzenbeck und Thomas Blank signiert und nummeriert. Die rund 100 Blätter sind ebenfalls in Handarbeit Stück für Stück gefertigt und von der Gestalterin signiert.

AVA – ein Design-Stück zum Kombinieren Die Vase AVA wirkt für sich allein als dekoratives Design-Einzelstück. Sie kann aber auch mit Blumen, Ästen oder beidem ergänzt werden. Zusammen mit der Vase bilden 1, 3 oder 5 Blätter ein unverwechselbares plastisches Objekt, das sich – wiederum mit Blumen, Ästen oder beidem – je nach Geschmack und Bedarf bis hin zu einem geradezu barocken Arrangement ausschmücken lässt. Jede der 98 AVA-Vasen und jedes der über 100 verschiedenen Blätter sind sorgfältig in eigens dafür handgefertigten Filzhüllen verpackt, die die zerbrechlichen Objekte bei Transport und Lagerung schützen. Einfach und potenziell barock: So ist aus den rankenden Pflänzchen in der Sandsteinmauer ein gläsernes Stillleben entstanden: AVA ist also mehr als eine Vase.

 

 

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AVA und AVA BIANCA waren in folgenden Galerien zu sehen:
Kunstraum Medici, Solothurn
17. September bis 28. Oktober 2017
(verlängert bis 18. November 2018)
www.kunstraum-medici.ch
Galerie Béatrice Brunner, Bern
7. April bis 5. Mai 2018(verlängert bis 1. Juni 2018)
www.beatricebrunner.ch

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Kontakt, Information & Direktverkauf:
Elisabeth Schwarzenbeck
Waldeggstrasse 41
CH-3097 Bern-Liebefeld
info(at)schwarzenbeck.ch
+41 76 392 93 60

Vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin.
Gerne zeige ich Ihnen AVA in meinem Atelier in Bern-Liebefeld.

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Impressum:
Glasarbeiten
studio thomas blank, Bümpliz
srf 1-Link zur Sendung über den Glasermeister Thomas Blank

Porzellanarbeiten
Königliche Porzellan Manufaktur Nymphenburg, Münchenwww.nymphenburg.com
Fotografie
Alexander Jaquemet, Erlach

Text
Konrad Tobler, Bern

Programmierung Website
edit – gestaltet, Basel
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Letztes Update: 7. Januar 2019